Dienstag, 23. November 2010

Mittwoch 17.11.2010







Blick auf die Lagune im West Coast Nature Reserve

West Coast Nature Reserve 




 The little one! :-)








So, alles gepackt, was mitmuss und nochmal schnell ins Internet gehuscht und schon gings auffi, dachten wir. Zuvor galt es nach Abgabe der Schlüssel an den Besitzer Wolfgang (ja ein typisch afrikanischer Name ;-)) noch das Guesthouse zu verlassen. Er musste schnell wech und wir nochmal kurz ins Zimmer zurück um dann endlich Kapstadt verlassend neues Land zu entdecken. Einfacher gedacht als getan, hatte der Gute doch die eine Haustür von außen sicher verriegelt. Mhm...wie nun rauskommen???...nach kurzer Panik (ich hasse es eingesperrt zu sein) nahmen wir den halboffiziellen Weg durchs Erdgeschossfenster. Wie gut, dass die große Last schon im Auto lag und wir nur noch uns und die kleinen Säcke durchs Fenster schlängeln mussten. Also so was hab ich aber auch noch nie erlebt. Na da hatten wir auch die kommenden Kilometer immer mal wieder was zum Aufregen. Weil was tut der Deutsche gern....sich aufregen! ;-)

Unser Ziel an diesem Tage war Paternoster, wo wir ein aberwitziges Zeltlager vermuteten...aber dazu später mehr. Unser Weg führte uns auf der Rote 27 Richtung Norden vorbei am Melkbosstrand
und auch Atlantis tauchte aus seiner Versenkung wieder auf, wir passierten Yzerfontein und entschlossen uns direkt vom Weg ab einem CultureCenter der San-People genannt „!Khwa ttu“ zu besuchen. An einem Hügel gelegen und mit Schweizer Hilfe nach uralten San-Bräuchen wieder hergestellt ein wunderbarer Ort um sich diesen Menschen zu nähern. Es gab und gibt mehrere Möglichkeiten diese Kultur zu begreifen oder besser zu erleben. Da die Sonne allerdings mitten im Zenit stand lag uns das Erleben der San-Esskultur am nächsten, eine Tour mit einem San, der uns über das Leben und die kulturelle Entwicklung dieser Mensch von Beginn an bis ins Heute unterrichten kann ist aufgeschoben aber hoffentlich (zeitlich) nicht aufgehoben. Das Essen war wunderbar und das Ambiente rundherum einfach traumhaft...und ich habe schon viel gesehen! Und was das Witzige an der Sache ist, sie haben dort 2 Volontäre aus Deutschland und lernen so nach und nach die deutsche Sprache...Respekt!...die San selber haben verschiedene Sprachen wovon 3 mit Klicklauten versehen sind, interessant!!!
Gesättigt und von der Herzlichkeit der San noch ganz gefangen gings weiter auf der R27 zum West Coast National Park. Ein Park, der eine scheinbar unendliche Weite an typisch afrikanischer Vegetation aufweist, eine Lagune mit fantastisch azurblauem Wasser umfängt und sämtliche ungefährliche (Schlangen und Strauße mal ausgenommen) Tiere beherbergt. Außerhalb der Städte ist meist nicht wirklich viel auf den Straßen los, aber hier im Park gähnende Leere, allerdings auch was die Faune betraf, bis auf eine Straußenfamilie und die eine oder andere kesse Schwalbe kaum ein Tier zu sehen. Und dabei hatte sich Anke doch so auf eine Schild tragende Kröte gefreut...nix da, dafür aber ein wunderbarer Strand an der Lagune...auch schön und schon wieder Surfer und Kiter ;-)...das muss ein Zeichen sein!!! Noch ohne Unterkunft und mit der Uhr im „Nacken“ zog es uns von der Lagune weg nach Paternoster um besagtes Zeltdorf zu bevölkern. Der Weg dahin war zwar leidlich ausgeschrieben und ab der Hälfte mehr als unwegsam, aber da wir ja nun schon einiges an Vehikeln und Boden (mehr oder minder) Belägen hinter uns hatten schossen wir mit gespenstischen 10 km/h über die Sandpiste. Der Gott des Suzuki war uns offensichtlich mehr als hold. Das Zeltdorf entpuppte sich als ultraromatische Armeezeltansammlung außerhalb Paternosters in einem Natur-Reservat direkt am Meer ohne überhaupt einer menschlichen Anwesenheit und soweit ab vom Schuss, dass es unsrerseits keine 5 Sekunden brauchte und den Rückweg ins Zentrum von Paternoster anzutreten. Gesagt getan ruckelten wir wieder zurück und machten uns auf die Suche nach einem Nachtlager. Schwerer als vermutet. Häuser am Strand mit bezauberndem Blick gab und gibt es massig allein bei den Meisten standen Teflonnummern am Haus. Man tefloniert die Leute an, die kommen von sonstwoher, zeigen die das Zimmer und du entscheidest bleiben oder weiter suchen. Dies Prozedere kann sich schon mal ziehen und das Gemüt etwas strapazieren, noch dazu, wenn sich der Tag dem Ende neigt. Nach mehreren Fehlversuchen hatten wir dann doch Glück...der Nachbar eines ausgeflogenen Guesthouse-Besitzers bat uns um etwas Geduld und organisierte uns den Schlüssel zu einem echt wunderschönen Zimmer. Vom Balkon aus einen wunderbaren Blick aufs Meer und den Sonnenuntergang zum Abendbrot, was will man mehr. Ach ja...Schlaf! :-)

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