Samstag, 27. November 2010

Samstag 27.11.2010

Himmel bedeckt aber mild in der Temperatur schnallten wir uns das Auto um und rollten ab in Richtung Stellenbosch, eine Universitätsstadt umrundet von unzähligen Weinanbaugebieten mit unendlichen Möglichkeiten der Verkostung :-). Wir waren vor 3 Jahren schon mal dort und hatten uns für knapp 3 Tage eingenistet, diesmal musste ein kurzes Stelldichein reichen...und das hat es...eine pittoreske kleine Stadt mit vielen kleinen Geschäften, weißen Gebäuden und unheimlich vielfältigen Grünpflanzen. Schön zum Ansehen und flanieren. Da das Wetter immer noch wenig Laune zeigt sich zu bessern zogen wir weiter nach Franschhoek, kleiner als Stellenbosch, und noch schöner...direkt als niedlich zu betrachten mitten im Tal gelegen. Ab gings durch die Berge Richtung Heimat unter Mitnahme dreier Pässe: Franschhoek Pass, Viljoen Pass, Sir Lowrys Pass...wie fast alle Vorangegangenen beeindruckend...dieses Land hat so wahnsinnig unterschiedlichen Landschaften, das muss man gesehen haben.
Das Wetter meinte es kurzzeitig gut mit uns, als wir an der Küste mit Blick auf Somerset West den Weg Richtung Onrus (Hermanus) einschlugen, um dann ein paar Kilometer weiter bis einschließlich Hermanus in Regen umzuschlagen, der dem ganzen Szenario etwas mystisches gab. Was macht man nun an solch einem verregneten Abend?...Lesen...Bloggen...Bilder sortieren etc. :-)












Freitag 26.11.2010 Shark Day

Ja was wollte das Wuschel schon beim letzten Afrikaaufenthalt machen??? Richtig...für die Haie mal das zu betrachtende Objekt im Meereszoo spielen. Und das sollte nun genau heute passieren. Von Magda organisiert und abgklärt sollte das Spektakel gegen halb 10 afrikanischer Zeit stattfinden und zwar in Gansbaai (Chaansbai) dem Zentrum für Weiße Haie, was Untersuchung derer und ihre Lebensgewohnheiten betrifft, als auch das Beobachten eben von einem Käfig aus.
Morgens nur ein leichtes Frühstück, da die Haie sich selten an Land aufhalten und mein Magen schon des häufigeren, ua in Kaikoura beim Whalewatching an Neuseelands Küste seinen Inhalt beim Schaukeln des Schiffes preisgab. Wie es sich so ergab verfuhren wir uns und kamen trotz immensen Zeitvorsprunges zu spät zum Abfahrtsort und haderten ob wir nun sollten oder dieses Verspäten als Zeichen des Unterlassens des Tauchens werten sollten. Wir blieben...handelten den Preis noch runter und warteten dann auf die zweite Startergruppe. Gegen halb 12 sollte es losgehen..wir waren 13 Sharkwillige (Philippinos, Texaner, Australier, Ägypter...) und 4 Mann Bootsbesatzung. Zuerst natürlich die Belehrungs- und Informationssession und dann gings mit nem Kleinbus zum Strand...kurz zu erwähnen, er war schweinekalt...brrrrr...und dann aufs Boot. Low Tide und ab gings aufs Meer (wusste ich, was ich da tat? :-)) . Das Boot schoss nur so übers Wasser und ich beobachtete Seelenruhig ein paar mit ziehende Vögel und mir gings blendend. Anker geworfen und Käfig am Boot befestigt und schon konnte sich die erste Gruppe in ihre unabdingbaren Neoprenanzüge rein zwängen, dagegen sind Kompressionsstrümpfe lockere Söckchen! Ein bisschen mit Fischköpfen geworfen und ner Attrappe eines Pinguins, schon kam der erste Weiße an. Und was soll ich sagen, das sind schon recht große Tiere aber von Aggression relativ weit weg. Im Laufe der nächsten knapp zwei Stunden, in deren Verlauf immer wieder die Käfigbesatzung gewechselt wurde zeigten sich 8 große Weiße. Einer testete den Käfig auf Geschmack und entschied sich dann dagegen. Alles in allem beeindruckend, aber ich hab mich niemals in Gefahr gefühlt. Zentimeter am Käfig und somit auch an mir vorbei...einfach nur grandios, diesen Tieren mal so nah zu kommen. Neugierig und vorsichtig, so kamen sie mir vor, bis auf Einen, der sich in den Fischköpfen festgebissen hatte und sie auch nicht mehr hergeben wollte (was ein Schauspiel über und unter Wasser) und letztendlich auch mit ihnen von dannen zog. Alles in allem schei...kalt aber jede Minute wert. Grandios...einfach nur grandios.
So was kann nicht noch getoppt werden. Oder doch?.... Wir buchten in Hermanus gleich noch das Whalewatching für Sonntag 12 uhr....mal schauen was das wird?! Den Abend beschlossen wir mit leckerem equisiten Chicken Curry. Jamjam :-)







Donnerstag 25.11.2010

Wiederum superleckeres Frühstück und Informationen rund um Hermanus von Grant...dann natürlich Geldwechsel der weniger erquickenden Art...von uns zu ihm ;-) ….war ein wunderbarer Aufenthalt und einfach nur zu empfehlen. Der Weg nach Hermanus lag vor uns...also nahmen wir ihn auch ;-) . Eine Strecke auf der 319 Richtung Bredasdorp, dann auf die 316 R. Fairfield, Abknick auf 43 vorbei an Stanford und zack...schon in Hermanus. Wiedermal eine mehr als abwechslungsreiche Strecke. Dort dann erstmal ins TourismBüro und nach Unterkünften gefragt, brauchten wir bis dato ja noch net, schien uns aber in Anbetracht der vorhandenen Wale und der bevorstehenden Schulferien eine sinnvolle Alternative zum evtl. ellenlangen Gesuche und Gefrage. Und was soll ich schreiben...wir Glückspilze wir...in Onrus, sozusagen ein Stadtteil von Hermanus wurden wir (das Büro und fahrtechnisch dann wir) fündig. Ein wunderbares altes Haus mit alten knarrzenden Dielen und restaurierten Türen, eines der mit am ältesten Gebäude hier am Meer und besonders zu erwähnen die Besitzerin Magda. Eine so liebenswerte und uns umsorgende Person, dass fast das Gefühl aufkommt wir wären der Ersatz für ihre schon länger ausgezogenen Töchter. Wir fühlen uns hier mehr als wohl und so verlängerten wir spontan von 2 auf 4 Nächte.






Von hier aus Ausflüge zu starten bietet sich mehr als an. Diesen Nachmittag zogen wir erstmal an den Strand und Tatsache, zwar noch etwas entfernt, aber doch erkennbar der erste Wal...jubel...ganz gefangen starrten wir aufs Meer um ja nix zu verpassen und merkten nur so nebenbei, dass es mehr und mehr abkühlte. Zurück „ zu Hause“ holten wir uns von Magda sofort einen bereitwillig geäußerten Tip fürs lecker Abendfutter...gesagt und hingefahren und superlecker Fisch und Muscheln schnabuliert. Und als Top noch eine geniale Aussicht auf den Strand und die vom Sturm gepeitschte See. Alt wollte der Tag mit uns nicht werden...brauchte er auch nicht... :-) kaum in den Federn huschten wir schon in die Traumwelt über.

Dienstag 24.11.2010

Sonne schien...Wind pfiff uns stürmisch aus dem Bett und wir freuten uns auf ein kunstvolles Frühstück. Das begannen wir auch mit leckerem Mangosaft, Panini, Joghurt und frischem Cappu als
Grant um die Ecke schoss und uns mitteilte, dass wir, wenn wir Wale watchen wollten doch jetzt und genau jetzt dazu die Chance hätten. Wow...natürlich wollten wir und so ließen wir Frühstück Frühstück sein und eilten los...noch mit Brötchenkrümeln im Mundwinkel ;-) zum Auto und mit quietschenden Reifen zum Hafen (wohlgemerkt kleinen Hafen) um dort mit Melan (laut Grant ein Superskipper) zwei Franzosen und zwei Berlinern aufs Meer raus zu brausen. Dass es nur ein halbes Speedboat war ließ er uns nicht spüren und so flogen wir über die Wellen hin zu den...ähm...was wollten wir doch gleich noch?...ach ja zu den Walen...nunja, mich wundert`s nich mehr...wir haben uns die Augen aus dem Kopf geschaut und trotzdem keinen Einzigen gesehen...noch nicht mal Delfine, dafür ging es immer wieder mit Karacho ab gegen die Wellen...halsbrecherisch aber einfach nur genial...big smile!!! ...wenn schon kein Getier, dann wenigstens Spaß und Adrenalin...yiiihaaa :-) .





Zurück zum Hafen noch mit den Berlinern geschnasselt und dann back to breakfast...ausgedehnt und sehr lecker. Nach so einer Aufregung genehmigten wir uns einen wunderschönen sturmgeladenen „Spaziergang“ zum „Southernmost Tip of Africa“ zum Kap Agulhas dem südlichsten Punkt Afrikas, wo der Indische Ozean und der Atlantik aufeinandertreffen. Trommelwirbel...wie sie sehen sehen sie nichts. Am Skagerrak in Dänemark oben sieht man wirklich zwei unterschiedliche Wassermassen sich aufeinander zu bewegen, aber hier? Wasser und Wellen links sehen aus wie Wasser und Wellen rechts. Aaahhhja! Gut wir waren hier, offizielles Foto natürlich auch geschossen und selbstverständlich mehr als kräftig durchgewindet.








Warum hab ich mir eigentlich früh noch meinen Wuschelkopp gewaschen und auch noch (mit Föni) geföhnt wenn der Wind doch mit meinen Haaren macht, was er will?! Egal, wir wollten wieder mit unserem Tabsefüßchen über weichen warmen Strandsand schlendern und sind somit zum Hafen zurück gefahren und von dort dann gefühlte 20km am Strand entlang und haben während dessen allerlei luschtiges Getier gesehen und gefilmt.






Ansonsten war mein Blick permanent getrübt von Salz und Sand. Und die Sonne brannte wie ulle...wenn der Wind nicht gewesen wäre, wären wir auf der Stelle zerflossen...sind wir aber nicht...Wind war ja zur Genüge vorhanden. Zum Abschluss dieses langstrandigen Abenteuers noch ne Pasta am Strand und dann ab wieder in die Kunstausstellung...Salz abkrusten...Klamotten entsanden und frisch duschen und fertig ist der Tag. :-)





Dienstag 23.11.2010

Wilderness nach L´ Agulhas
Nach einer kalten Nacht und einem läppischen Frühstück in einem räumlich gesehen nicht wirklich schönen Backpacker gings bei Sonnenschein munter wieder in Richtung George, L´Agulhas war unser anvisiertes Ziel.