Sonntag, 21. November 2010

Samstag 20.11.2010

Vom Bellen unserer zwei Aufpasser geweckt und vom Sonnenschein verschmäht trollten wir uns zum Frühstück, natürlich selfmade ;-) um eigentlich im Anschluss daran den Wasserfall und die Bouldering Area zu erhiken. Aber ohne Sonne macht sowas ja nun überhaupt keinen Spaß und so gings durch die Cedernberge wieder zurück nach Clanwilliam zum Foodshoppen, eine unserer Lieblingsbeschäftigungen (erst willst du gar nix kaufen und am Ende der Reise musst du schauen alles aufgebraucht zu haben...oh ich hasse es!) aber wenns Wochenende vor der Tür steht geht es ohne Essen nunmal nicht. Das Autochen voll gefüllter Palstiktüten und ich muss zu meiner Freude schreiben, dass ich hier zum ersten Male dunkles Brot gekauft habe, welches man nicht auf wenige Mikrometer zusammendrücken kann und wie Schaumstoff wieder auseinander geht, nein, richtig leckeres Vollkornbrot. Wenn die Deutschen im Vergleich zu anderen Nationen wirklich was drauf haben, dann sind es Brot und Bier, gut Zweiteres haben wir noch nicht probiert, wir halten uns da lieber an das Südafrikanische Nationalgetränk „Amarula“ ;-) aber von dem Brot bin ich begeistert!
In Clanwilliam gibt einen Staudamm, kleiner als alle, die ich bisher gesehen habe aber alles mit Wasser ist einen Besuch wert. Hin simmer, Gepicknickt hamwer und Fotos geschossen selbstverständlich auch...Genuss pur.



Nur langsam zogen die Wolken von Dannen aber wenn dann einmal die Sonne durch dringt ist es sofort richtig schwitzbar warm. Auf der Herfahrt hatten wir schon eine Citrusplantage passiert, die von wunderschön leuchtenden BourgainvillenBäumen eingerahmt schien. Und genau diese suchten wir auf um zu schauen, ob es irgend etwas frisches Citrussiges gäbe. Grün hingen die unreifen Früchtchen am Baum (bloß um uns zu ärgern!), allerdings gab es selbstgemachte afrikanische Speisen und einen eigenen Shop für Waren aus der Community, was will das Reiseherz mehr. Gesättigt gings wieder zurück durch die Cedernberge in Richtung unseres Weincottages. Wo sich zuvor kein Tier trotz Warnzeichens zeigte durfte ich jetzt um Schildkröten und Paviane, die es sich auf „ihrer“ Straße gemütlich gemacht hatten zirkeln. Erdmännchen waren auch zugegen und ganz ihrer Art pfiffig ;-).







Das eine oder andere Dassie hüpfte über Steine und so kam sich Menschen- und Tierwelt wieder einmal ein bisschen näher. Noch tatendurstig fuhren wir an unserem Chalet vorbei um uns einige wenige Kilometer entfernt Felszeichnungen der San anzuschauen. Unnütz zu erwähnen, dass wir erstmal zackig (wobei zackig und Suzuki Alto schließt sich eigentlich fast aus) dran vorbei sind um eine wunderschöne Strecke durch die Berge zurück zu legen.




 Irgendwann war das Offensichtliche auch für unsere Augen sichtbar und ein Richtungswechel brachte uns dann endlich zum Sevilla Art Trail, einen über Felsen führenden und leichte Kletterkünste erfordernden Rundweg, auf dessen Strecke 10 verschiedene Felsmalereien zu waren, die mal mehr und meist mal weniger leicht zu erkennen waren. Während der Felsweg mit weißen Fußtapsen klar erkennbar war, versagte dieses System nach Überquerung des Olifant Rivers und so krochen wir schon teilweise fast durchs Gestrüpp, auf den erkennbaren Spuren sämtlicher Huf- und Pfotentiere um dann doch irgendwann, auch noch vor Anbruch der Dunkelheit auf eine Sandstraße zu finden, die uns zum Ausgangspunkt zurück führte. Zurück zum Chalet und erstmal in der Sonne ausgeruht, nee quatsch...Sonne hatten wir ja ab Mittag den Rest des Tages genug...Futter zubereiten und diesmal ohne unsere vierbeinigen Freunde den Abend verbringen. Wozu sonst hab ich die tausend Bücher mitgeschleppt? ;-)










Freitag 19..11.2010

Tja...wieder Nebel über der Küste und leckeres Frühstück, diesmal auf dem Zimmer....Roomservice, wie dekadent....aber cool! Auto vollgepackt und los gings raus aus Paternoster, über Vredenburg, Veldrif an der Küste entlang über Elands Bay, Lamberts Bay, ins Landesinnere nach Clanwilliam...die Vegetation veränderte sich ständig. Was gleich blieb war unsere Laune und zwar gut! Tiere zeigten sich uns nicht, war aber auch nicht anders zu erwarten. Anfangs bewölkt schob sich die Sonne mehr und mehr durch die Wolken durch und bescherte uns einen wunderprächtigen warmen Tag. In Clanwilliam als größere anvisierte Stadt in den Cedernbergen vom Norden her gesehen machten wir Halt und versorgten unsere Köpfe mit Information und die Mägen mit leckerem südafrikanischen Bobotti und wie immer viel zu süßem Icecoffee.


Kurzes Brainstorming und weiter gings durch die Cedernberge auf der Suche nach einer Unterkunft.




Wunderschöne zerklüftete Steinformationen, Berge noch und nöcher und der Kleine hat gekämpft. An diesem Tag ist Anke gefahren und somit hatte ich mal den Kopf frei für die Betrachtung der Umgebung und trug natürlich auch die Verantwortung für evtl. Superfotos, aus dem rasenden Suzuki geschossen. Hat alles gut geklappt. In einem Tal wurden wir dann auch unterkunftstechnisch fündig.









Nach Sicherung eines Chalets bei den „Blockhuis“ (ich liebe die afrikanische Sprache) schauten wir uns noch ein Chalet beim benachbarten „Alpha Excelsior (was sehr edel und damit gleichbedeutend teuer klang) an, schlossen sofort Freundschaft mit gleich 4 Hunden (Australian Sheperd, zwei Labrador, einer schwarz und einer beige und ein Pudelmischling) und unserem Weaver Cottage auf dem Grundstück eines Weinbauern. Wunderbare Lage...umringt von Olivenbäumen und Weinreben und eingebettet in die Berge...traumhaft. Was mich ebenfalls immer wieder hier beeindruckt, während du dich in Europa aller Nase lang ausweisen musst und sofort die Aufenthaltsdauer und Bezahlung geklärt wird, hört man hier nur...entspannt euch....genießt es....und wenn ihr fahrt bezahlt...ganz locker.... Echt einfach nur genial. Da fällt das Entspannen leicht. Um unsere Gehwarzen auch mal wieder zu betätigen machten wir uns nach Autochen ausräumen auf einen „kleinen“ Walk, auf dem uns letztendlich 5 Hunde in wechselnder Formation begleiteten...“unsere“ 4 und Nachbars Hund...ein illustres Rudel...und wenn wir der Meinung waren, dass sie uns , nachdem uns zumindest 3 der 5 nach Hause geleitet haben Schluß wäre mit dem Rudel, so hatten wir uns grundlegend getäuscht....der schwarze Lab und der NachbarsJack hielten die ganze Nacht vor unserem Haus Wache, um uns dann am Morgen mit Luftsprüngen und Ausgelassenheit freudig zu begrüßen. Was für Tiere.








Donnerstag 18.11.2010

Früh um sechs fantastischer Sonnenschein, aber da man ja Urlaub hat ziemt es sich nicht sooo früh das Nest zu verlassen, also nochmal umgedreht und zack, gegen 9 Nebel überm Meer und generell diesig. Mist! Und nun?...Na erstmal lecker frisch zubereitetes Frühstück genießen und dann über den Plan des Tages diskutieren. Der West Coast National Park war vom Vortag schon unser erklärtes Ziel und los gings. Einmal durch den ganzen Park, vorbei an unserer schönen Lagune nach Transkraal zum Walewatching...naja....wie zuvor auch, kein Glück mit den Riesen des Meeres dafür aber ein wunderbarer Strand, ein windiger Spaziergang entlang der Küste und prächtige Fotomotive...












Was eine Wolkenwand! Erstaunlich!

hernach holperten wir auf der Hauptstrasse zurück Richtung Ausgang um aus der Distanz gesichtete Dünen zu erklimmen! Gedacht...getan :-)
















Auf der Hinfahrt zum Park war uns ein Bushmans Restaurant am Wege aufgefallen, dort wollten wir unsere Bäuchlein vollschlagen. Allein der Anblick von alten "Fernfahrer"Männern an der Theke raubte uns den Appetit und wir fuhren unversehens weiter, um uns abends mal wieder leckeren Salat zu gredenzen. Tja allet for de Jesundheet ;-)

Auf dem Balkon noch die Abendsonne und die kalte Brise genossen, Mensch ärgere Dich nicht gespielt und dabei Amarula gesüffelt...da ärgert man sich irgendwann dann wirklich nicht mehr ;-)